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Verband Druck und Medien

Der Verband Druck und Medien auch kurz als VDM bezeichnet ist die Dachorganisation für alle Unternehmen, die sich mit dem Vertrieb von Medienprodukten beschäftigen. Dabei gibt es verschiedene Verbände in unterschiedlichen Bundesländern, die alle als Verein organisiert sind. Die Aufgabe besteht dabei in der rechtlichen Beratung, sowie in der Förderung von Forschung und der Sozial- und Tarifpolitik. Somit obliegt es diesem Verein auch gewerkschaftliche Funktionen, für die angeschlossenen Unternehmen zu übernehmen.

Aufbau des Verbandes

Alter DruckDer Verband versteht sich als ein Verein und nimmt seine Aufgaben auch in diesem Rahmen wahr. Die Mitgliedschaft wird in der Regel nur auf Antrag gewährt, wobei es für den Verband aber auch Gründe gibt, eine Mitgliedschaft abzulehnen. Die Mitgliedschaft ist dabei grundsätzlich nur für Firmen möglich - Privatpersonen können nicht aufgenommen werden, auch wenn diese sich in der Medienwirtschaft versuchen. Dabei ist der Verband in verschiedene Bereiche unterteilt.

Grundlegende rechtliche Beratung

Eine Hauptaufgabe des Verbandes besteht darin, dass er den angeschlossenen Firmen eine rechtliche Beratung offeriert. Hierdurch werden diese auf dem aktuellen Stand des Arbeitsrechtes gehalten und können sich an Änderungen und Neurungen sehr viel schneller anpassen. Der Service von Fachanwälten erbracht, die direkt an den Verein angeschlossen oder aber von diesem beschäftigt werden. Auch im Bereich der Personalberatung kann hier Abhilfe geschaffen werden, was auch bei Streitigkeiten mit Arbeitnehmern möglich ist.

Sozial- und Tarifpolitik

Auch die Sozial- und Tarifpolitik stellt der Verband eine grundlegende Basis zur Verfügung. Der Verband steht dabei auf Seiten der Unternehmen und hilft bei einer Verhandlung der Löhne und Gehälter. In diesem Bereich übernimmt somit der VDM auch eine gewerkschaftliche Funktion für die Unternehmen. Hierdurch gibt es zum Beispiel zentrale Ansprechpartner, die direkt mit den Vertretern der Arbeitnehmer die Verhandlungen übernehmen. Zudem gibt es auch in diesem Bereiche eine rechtliche Beratung, die bei der korrekten Verhandlung der Löhne behilflich sind.

Weitere Bereiche

Auch in der Entwicklung und Forschung, sowie in der Betriebswirtschaft und der Öffentlichkeitsarbeit ist der VDM aktiv. Hier geht es in erster Linie um Ausbildung und Lehre, wobei aber auch konkrete Ziele mit Geldmitteln gefördert werden können. Zudem stellt der Verein Zugang zu den neusten Technologien bereit und informiert die Mitglieder über aktuelle Entwicklungen, die in den jeweiligen Bereichen zu Innovationen führen könnten.

Zudem unterhält der VDM eine große Datenbank mit Tarifverträgen. Diese können von den Mitgliedern eingesehen werden und stellen eine Referenzquelle für die Zukunft und die Vergangenheit dar. In dieser Datenbank kann jede erdenkliche Information zu diesem Thema recherchiert werden. Der Log-in findet ausschließlich über die Plattformen der Verbände statt. Den Mitgliedern wird zu diesem Zweck ein entsprechendes Passwort und ein Benutzername übersandt. Dieses darf nur von einer Vertretungsberechtigen Person des jeweiligen Unternehmens verwendet werden.

Hintergrund zur Geschichte

ZeitungsdruckDer BDVM ist die Dachorganisation aller lokalen Vereine, die in der Republik registriert sind. Gegründet wurde dieser bereits 1869, wobei er zuerst als Deutscher Buchdruckverein ins Leben gerufen wurde. Im Laufe der Zeit erweiterte sich die Tätigkeit des Verbandes auf andere Bereiche. Heute darf der Verband bundesweit gültige Tarifverträge abschließen und ist auch auf EU-Ebene aktiv.

Auf globaler Ebene ist der Verband in der FESPA organisiert. Zudem ist der BVDM der Träger der weltgrößten Printmedienmesse der drupa. In diesem Zusammenhang organisiert der Verband auch die Teilnahme aller angeschlossenen Unternehmen und koordiniert die jeweiligen Ziele der Messe und deren Inhalte.

Zudem ist der Verband auch der Herausgeber eigene Medien, wobei hier, auch die in der Branche sehr verbreitete Software Altona Testsuite hergestellt wird. Auch andere Medien werden hier konzipiert und den Mitgliedern zum Teil kostenlos zur Verfügung gestellt, wenngleich je nach Größe des Unternehmens und des anfallenden Gewinns, selbstverständlich ein Mitgliedsbeitrag entrichtet werden muss.

Kritische Stimmen

In den Medien und der Gesellschaft gibt es auch kritische Stimmen gegenüber dem Verband. So wird darauf hingewiesen, dass die Tarifverträge eher zum Nutzen der Unternehmen als zum Wohle der Arbeitnehmer sind. Ein anderer Kritikpunkt ist die Monopolstellung in Deutschland, denn bei konkreten Geschäftsabschlüssen oder Tarifverhandlungen kommt man am BVDM und den lokalen Vereinen nicht vorbei. Diese Machtposition wird des Öfteren scharf kritisiert.


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